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Wenn der Tag zur Nacht sich neigt 

Wenn der Tag zur Nacht sich neigt, 
der Mond am Himmelszelt sich zeigt, 
die Lichter angeh'n, in den Stuben, 
die Mädchen locken ihre Buben, 
das ist die Zeit, für Mann und Frau 
und auch den Eber und die Sau. 
Selbst die Vögel sich begatten, 
Gorillas haben Riesenlatten, 
Der Regenwurm schafft das allein, 
er soll, so heisst's, ein Zwitter sein, 
Der Elefant mit seinem Rüssel 
verschwindet in der Riesenschüssel 
und alles Leben sich nun vereint. 

Nur der Mond am Firmament 
leise, tropfend, traurig flennt. 
Er wünschte sich die Sonne näher 
um mit seinem kleinen Späher 
diese doch auch zu besteigen, 
doch die Sonne tut sich neigen 
zu dem Mond und flüstert leise, 
"Wirst Du Bengel denn nie weise?" 
Gott sei dank, dass nur die Sonne 
ablehnt diese holde Wonne, 
denn wenn alle das nun würden machen, 
gäb es jetzt hier nichts zu lachen. 


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